Nicht-invasive Hirndruck-Messung mittels Ultraschall

Nicht-invasive Hirndruck-Messung mittels Ultraschall

Erhöhter Hirndruck wird heute als eine der wichtigsten Ursachen für Komplikationen nach akutem Schädel-Hirn-Trauma und nach Hirnblutungen betrachtet. Entsprechend ist heute bei der Behandlung von Patienten mit schwerem Trauma oder Blutung die Überwachung des Hirndrucks sowie dessen Regulierung eine universell akzeptierte Norm. Momentan kann Hirndruck nur mittels invasiver Techniken gemessen werden – durch chirurgisches Einsetzen eines Katheters und einer Sonde.

Eine verlässliche und präzise non-invasive Methode zur Messung des Hirndrucks wäre von erheblichem klinischem Wert. Unter anderem würden somit die Risiken durch den operativen Eingriff für den Patienten komplett entfallen, Hirndruckmessung wäre, ohne zeitliche Verzögerung durch das operative Einsetzen der Messsonde, sofort nach Eintritt des Patienten möglich. Das non-invasive Hirndruck-Messgerät im Zentrum dieser Studie basiert auf der Messung der Blutflussgeschwindigkeit im inneren und äusseren Segment der Augenarterie mittels Ultraschall am Auge. Im Rahmen der am KSA durchgeführten Studie werden die Messwerte gleichzeitig mit dem «goldenen Standard» der invasiven Hirndruckmessung verglichen.

Anzahl Patienten: ca. 20 Patienten / 60 Messwerte
Studienstart: 2014

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J Kienzler, S Bäbler, E Remonda, J Fandino (Neurochirurgische Klinik, KSA)