Risikoabschätzung zur Optimierung der Patientenbehandlung

Risikoabschätzung zur Optimierung der Patientenbehandlung

In einem interdisziplinären Setting untersuchten wir den Effekt einer verbesserten Notfall-Triage auf den gesamten Krankenhausaufenthalt des Patienten.

Die OPTIMA-TRIAGE-Studie ist Teil einer internen Qualitätskontrolle und Gegenstand der klinischen Praxis. Anhand eines neu eingeführten Triage-Systems (MTS) wird für jeden Notfallpatienten die Behandlungsdringlichkeit festgelegt. Neben der Bestimmung von Bluteiweissen werden sowohl auf der Notfall- als auch auf der Bettenstation für die Patientenbetreuung relevante Punkte systematisch erfasst. In einem Telefoninterview 30 Tage nach Spitaleintritt werden Outcome-Daten erhoben.

Zwischen Februar und Oktober 2013 wurden 4568 Patienten prospektiv untersucht. Es zeigte sich, dass Hochrisikopatienten durch das Triage-System besser erfasst wurden und die Genauigkeit der Erfassung durch diverse Bluteiweisse zusätzlich verbessert werden konnte. Die Liegedauer, Sterblichkeit und Quote der ungeplanten Re-Hospitalisierungen lag unter dem nationalen Durchschnitt, wobei die Patientenzufriedenheit sehr hoch war.

Eine solche interprofessionelle und multidisziplinäre initiale Risikoabschätzung hat enormes Potenzial, die gesamte Patientenbehandlung zu verbessern mit Steigerung von Sicherheit, Qualität bzw. Reduktion von Kosten.

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A Kutz, B Reutlinger, B Mueller, P Schuetz, «OPTIMA TRIAGE Studie»-Team
(Medizinische Universitätsklinik und Abteilung für klinische Pflegewissenschaft, KSA)