«PSA-Pyramide»
spart viele unnötige PSA-Tests*

«PSA-Pyramide» spart viele unnötige PSA-Tests

Das Prostatakarzinom ist der mit Abstand am häufigsten diagnostizierte bösartige Tumor des Mannes und die zweithäufigste Krebstodesursache in der Schweiz. Aus diesem Grunde ist die Vorsorgeuntersuchung hochrelevant. Dabei wird als Bluttest der sogenannte PSA-Wert (Prostata-spezifisches Antigen) bestimmt.

Anhand von Daten von 4350 Patienten mit einem PSA-Wert im «Normalbereich» (≤3,0 ng/ml), welche 12 Jahre beobachtet wurden, konnten wir zeigen, dass weitere Nachkontrollen anhand des initialen PSA-Wertes zuverlässig definiert werden können. Die «PSA-Pyramide» (siehe Abb. links) erlaubt es damit dem behandelnden Arzt, die Anzahl der PSA-Tests deutlich zu reduzieren, ohne relevante Tumore zu verpassen. Praktisch gesprochen kann das Testintervall bei einem PSA-Wert <1,0 ng/ml (die Basis der Pyramide) bedenkenlos auf 8 Jahre erweitert werden. Bei einem Wert von 1,0 bis 1,99 ng/ml (die Mitte der Pyramide) kann nach 4 Jahren wieder getestet werden. Patienten mit einem Wert zwischen 2,0 und 2,99 ng/ml (die Spitze der Pyramide) sollen jährlich getestet werden. Dadurch werden die Prostatakrebsvorsorge optimiert und die Gesundheitskosten gesenkt. Diese Erkenntnis trägt entscheidend zur gesundheitspolitischen Diskussion rund um PSA-Screening bei.

* «A ‹PSA Pyramid› for Men with Initial Prostate-specific Antigen ≤3 ng/ml: A Plea for Individualized Prostate Cancer Screening», publiziert in European Urology 2014

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M Randazzo, J Beatrice, A Huber, R Grobholz, F Recker, M Kwiatkowski (Interdisziplinäres Prostatazentrum, KSA), L Manka (Klinik für Urologie Universitätsspital Braunschweig, D), F K Chun (Klinik für Urologie, Universitätsspital Hamburg-Eppendorf, D)