Kombination von Protonentherapie und Hyperthermie bei inoperablen Sarkomen*

Kombination von Protonentherapie und Hyperthermie bei inoperablen Sarkomen

Das Kantonsspital Aarau führt eine Patientenstudie in Kooperation mit dem Paul-Scherrer-Institut und dem UniversitätsSpital Zürich durch. Bei grossen, inoperablen Sarkomen (z.B. maligner Tumor des Muskels) wird häufig eine Tumorbestrahlung vor Operation gemacht. Diese Bestrahlung ist in fortgeschrittener Tumorsituation (noch) nicht optimal.

Mit der Hochpräzisions-Protonentherapie können höhere Tumordosen appliziert werden. Mit der in der Schweiz nur am KSA angebotenen Hyperthermie (mikrowellenbasierte Tumorerwärmung auf 41 bis 43 Grad über 60 Min.) kann die Tumorempfindlichkeit auf ionisierende Strahlen um 10 bis 20% erhöht werden (physikalischer Radiosensitizer).

Dies ist weltweit die erste Patientenstudie, welche den Nutzen (und allenfalls die Risiken) einer Protonentherapie kombiniert mit Hyperthermie untersucht. Da die erwartete Patientenzahl klein ist, versuchen wir die Studie innerhalb eines internationalen Netzwerkes durchzuführen (Zentren in Deutschland und Holland).

Start: 2014
Ende: 2018
Patientenzahl: 26

* «A phase I/II study of concurrent hyperthermia and proton beam radiotherapy in primary and recurrent unresectable soft titssue sarcoma (HYRPSOR)». Diese Studie ist auch in den USA registriert (NCT 01904565).

Icon
N Datta, E Puric, R Schneider, D Weber, S Bodis
(RadioOnkologieZentrum KSA-KSB und PSI)