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Innovationen

Top-Medizintechnik

Laborstrasse modernisiert

Das KSA hat 2014 seine Laborstrasse teilerneuert. Damit gehört das Institut für Labormedizin weiterhin zu den modernsten Laboren der Schweiz.

Die vollautomatische Laborstrasse (Laborautomation), welche 2005 erstmals in Betrieb genommen werden konnte, wurde neun Jahre später durch ein neues State-of-the-Art-System erneuert. Damit können 116 Parameter rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr bestimmt werden. Pro Tag werden im Institut um 5500 Einzeltests von 900 Patientinnen und Patienten analysiert. Das ergibt im Jahr rund 3 Mio. Analysen. Das System erlaubt die vollautomatische Aufnahme, Identifikation, Entdeckelung, Zentrifugation, Qualitätssicherung, Zuweisung an verschiedene Geräte (6), Zudeckelung, Archivierung und Bereitstellung für allfällige Retestung. Die Labordisziplinen werden in Zukunft immer wichtiger, schätzt Institutsleiter Prof. Dr. med. Andreas Huber. Bei 60 bis 70% aller Diagnosen und Verlaufskontrollen einer Krankheit spielen Laborparameter eine wichtige Rolle.

Neue Generation von Beschleunigern

Das Radio-Onkologie-Zentrum KSA-KSB erneuert und erweitert in drei Etappen von 2014 bis 2016 seinen technischen Gerätepark.

Die Erneuerung der 10 Jahre alten Beschleuniger stärkt die Stellung des Radio-Onkologie-Zentrums von Aarau und Baden als nationaler und internationaler Kooperationspartner. 2014 wurden in einer ersten Phase zwei Linearbeschleuniger am Standort Aarau ersetzt. Die neuen Geräte arbeiten präziser und sicherer, ausserdem verkürzen sich damit die Behandlungszeiten für die Patienten. In einer zweiten Phase wird 2015 neu ein spezialisierter Radiochirurgie-Linearbeschleuniger in Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurochirurgie in Betrieb genommen. Die gemeinsame Betriebsführung ist ein Novum in der Schweiz und verbessert die Patientenversorgung. 2016 wird ein neuer Linearbeschleuniger im Kantonsspital Baden installiert, welcher die ortsnahe Behandlung von onkologischen Patienten im Ostaargau ermöglicht.

App berechnet Prostatakrebsrisiko

Die «ProstateCheck-App» trägt zur differenzierteren Früherkennung der gefährlichen Männerkrankheit bei und wurde 2014 in der Klinik für Urologie entwickelt.

Das der App zugrunde liegende neue mathematische Risikomodell wurde von Prof. Dr. med. Franz Recker und Dr. med. Marc Kwiatowski in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich und der Stiftung Prostatakrebsforschung entwickelt. Das Risikomodell basiert auf den Daten der grössten prospektiven Prostatakrebsvorsorgestudie im deutschsprachigen Raum mit 10 000 Teilnehmern. Die App verhindert unnötige diagnostische Abklärungen, indem bisherige Check-up-Intervalle auf bis zu sieben Jahre verlängert werden können. Umgekehrt werden Risikopatienten frühzeitiger einer Abklärung zugeführt. Innert weniger Sekunden wird eine persönliche Risikoanalyse berechnet und der Benutzer über seine Prostatagesundheit informiert. ProstateCheck-App ermöglicht Haus- und Fachärzten wie auch informierten Privatpersonen eine verlässliche, rasche Analyse.

Technik fördert Präzisionschirurgie

Das KSA verfügt über eine neue Ausstattung für portable Neuronavigation. Damit werden Sicherheit und Effizienz neurochirurgischer Eingriffe noch höher.

Neuronavigation bezeichnet eine computergestützte Technologie, die dem Neurochirurgen eine genaue Planung vor der OP sowie eine exakte Positionsbestimmung innerhalb des zu operierenden Areals während der OP ermöglicht. Dazu werden Tomographie-Bilder (CT und MRI) des Patienten sowie Ultraschall-Aufnahmen verwendet. Die damit ermittelten Koordinaten werden mit jenen der Instrumente im Operationssaal – lokalisiert mittels 3-D-Kameras – kombiniert. Am Monitor werden sämtliche Positionsdaten zusammengeführt, so dass die exakte Lage der Instrumente im Körper des Patienten für den Operateur ersichtlich wird. Die neue Ausstattung wurde im Herbst 2014 im KSA eingeführt, ist portabel und kann in jedem OP eingesetzt werden. Die Klinik für Neurochirurgie begann bereits vor 20 Jahren als erste der Schweiz mit der Durchführung routinemässiger Neuronavigation.

Neuronavigation

Software reduziert Strahlung

Dank neuer Technologie konnte die Strahlendosis bei Mammographie-Untersuchungen um bis zu ein Drittel reduziert werden.

Die neue Software wurde im Dezember 2014 in die Geräte des Instituts für Radiologie installiert. Obwohl nur eine geringe Dosis an Röntgenstrahlen für eine Mammographie-Untersuchung benötigt wird, konnte diese durch das Update weiter reduziert werden. So ist die Strahlendosis bei bestehenden KSA-Geräten um bis zu 30%, im Vergleich zu anderen auf dem Markt erhältlichen Geräten um bis zu 50% tiefer. Dank neuer Technologie erkennt die Software die störende Streustrahlung, die bei jeder Röntgenaufnahme auftritt, und entfernt sie mit Hilfe eines Algorithmus aus dem Bild. Der Arzt benötigt so für seine Diagnose weniger Dosis, um qualitativ gleichwertige Bilder zur Verfügung zu haben. Vor allem für die Nachsorge von jüngeren Krebspatientinnen, welche im Brustzentrum Mittelland behandelt werden, ist dies ein grosser Fortschritt.

reduzierte Strahlung
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